Schlagwortarchiv: Mergers & acquisitions (M&A)

Ein ledergebundenes Buch mit einem goldenen Gavel liegt auf einem Mahagonitisch vor großen Fenstern mit Skylineblick,

White & Case beruft 47 neue Partner zum 1. Januar 2027 – Fokus auf Gender-Diversität und strategische Fachbereiche

Zum 1. Januar 2027 hat die internationale Wirtschaftskanzlei White & Case insgesamt 47 Anwältinnen und Anwälte aus 21 Büros in 13 Ländern in die Partnerschaft aufgenommen. Die Ankündigung liefert detaillierte Einblicke in die regionale Präsenz, die fachlichen Schwerpunkte sowie den deutlich gestiegenen Anteil von Frauen in den neuen Partnerstellen.

Überblick über die Partnerernennungen 2027

  • Gesamtzahl der Ernennungen: 47 Partner*innen
  • US-Anteil: 40 % (ca. 19 Personen)
  • Ernennungen in EMEA: 22 Personen
  • Ernennungen in Amerika (außerhalb der USA): 20 Personen
  • Ernennungen in Asien: 5 Personen

Fachliche Schwerpunkte der neuen Partner

FachbereichAnzahl der Partner*innen
Mergers & Acquisitions (M&A)11
Projektfinanzierung7
Restrukturierung6
Tax, Kartellrecht, Insolvenzrecht (inkl. Deutschland)–

Die drei Fachgruppen M&A, Projektfinanzierung und Restrukturierung dominieren die Statistik und spiegeln die Strategische Ausrichtung von White & Case wider.

Die deutschen Partnerinnen und Partner

Für die deutschen Niederlassungen – Berlin, Düsseldorf, Frankfurt/Main und Hamburg – wurden drei Anwältinnen und Anwälte ernannt:

  • Alisa Preissler (Tax, Frankfurt/Main)
  • Dr. Constantin Teetzmann (Kartellrecht, Berlin)
  • Sven Hentschel (Restrukturierung und Insolvenz, Hamburg)

White & Case.

Internationale Analysen zeigen, dass diese Partnerschaftsrunde besonders durch ihre Geschlechtervielfalt auffällt. Mit 49 % Frauenanteil bei den neuen Partnerstellen setzt White & Case auf einen deutlichen Fortschritt gegenüber dem Vorjahr mit 33 % weiblichem Anteil (The Global Legal Post, 2026). Regional fällt auf, dass EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) mit 22 Ernennungen stärker vertreten ist als die USA, obwohl diese mit 40 % Anteil immer noch eine dominierende Rolle spielen. In Fachgruppen überwiegen Disziplinen wie M&A (11), Projektentwicklung (7) und Restrukturierung (6). In Deutschland arbeiten aktuell rund 300 Anwälte in vier Büros – eine Praxisgröße, die sich mit europäischen Rechtszentren wie Zürich oder Paris messen kann (JPD, 2026).

Gender-Diversität: Fortgesetzter Anstieg des Frauenanteils

  • Frauenquote 2027: 49 % (23 von 47 Partner*innen)
  • Frauenquote 2026: 33 % (15 von 45 Partner*innen)

Der Anstieg von 33 % auf 49 % verdeutlicht den wachsenden Stellenwert von Gender-Diversity in der Führungsebene einer globalen Kanzlei. Alisa Preisslers Beförderung wird dabei besonders hervorgehoben.

Regionale Präsenz der deutschen Niederlassungen im globalen Kontext

  • Berufsträger in Deutschland: ca. 300
  • Berufsträger in London: ca. 900
  • Berufsträger in New York: ca. 1 100

Obwohl die deutsche Präsenz deutlich kleiner ist als in den Metropolen London und New York, positionieren sich die vier deutschen Büros als wichtiger Teil des weltweiten Netzwerks.

Strategische Implikationen und mögliche Risiken

  • Deutscher Rückgang bei Partnerernennungen: Der Rückgang von fünf auf drei Beförderungen könnte als Zeichen einer strategischen Umschichtung interpretiert werden, gerade weil die USA und andere EMEA-Standorte stärker wachsen.
  • Vergleichbare Kohortengröße in europäischen Rechtszentren: Trotz des Rückgangs bleibt die Anzahl von drei deutschen Partnern im Vergleich zu Paris (5) oder Zürich (2) im europäischen Kontext wettbewerbsfähig.
  • Fachliche Ausrichtung: Die Konzentration auf M&A, Projektfinanzierung und Restrukturierung unterstützt das Wachstum in transnationalen Transaktionen und im Bereich Unternehmensrestrukturierung.
  • Gender-Policy: Der stark erhöhte Frauenanteil stärkt das Markenimage von White & Case als fortschrittliche Kanzlei und kann die Attraktivität für weibliche Talente erhöhen.

Fazit

Die Ernennung von 47 Partner*innen zum Jahresbeginn 2027 unterstreicht White & Case s anhaltende Wachstumsstrategie und die Konzentration auf Kernbereiche wie M&A, Projektfinanzierung und Restrukturierung. Mit einem fast halbierten Frauenanteil im Vergleich zum Vorjahr zeigt die Kanzlei, dass Diversität ein integraler Bestandteil ihrer Führungsentwicklung ist. Die drei deutschen Partner*innen – Alisa Preissler, Dr. Constantin Teetzmann und Sven Hentschel – markieren trotz eines leichten Rückgangs im Vergleich zum Vorjahr eine stabile Präsenz Deutschlands im globalen Netzwerk, das weiterhin von den Metropolregionen London und New York dominiert wird.

Quellen