Seit dem 1. Januar 2026 führen Dr. Friedrich Gebert und Dr. Shigeo Yamaguchi die Wirtschaftskanzlei ARQIS als Managing Partner bzw. Senior Partner. Der Wechsel markiert nicht nur einen personellen Neubeginn, sondern signalisiert auch eine klare strategische Ausrichtung in einem stark umkämpften Rechtsmarkt. Die beiden Führungskräfte kombinieren unterschiedliche Erfahrungen – Gebert als Quereinsteiger seit 2021 und Yamaguchi als Mitgründer seit 2006 – und leiten jeweils die Fokusgruppen Regulatory und Japan. Dieser Artikel beleuchtet die neue Führung, die Größe und Struktur der Kanzlei, die Arbeit der Fokusgruppen, aktuelle Mandate und die langfristige Vision von ARQIS.
Wer stehen behind der neuen Führungsspitze?
Dr. Friedrich Gebert und Dr. Shigeo Yamaguchi übernehmen am 1. Januar 2026 die Leitungspositionen Managing Partner und Senior Partner. Beide bleiben gleichzeitig als Rechtsanwälte und Partner aktiv:
- Dr. Friedrich Gebert – seit 2021 Quereinsteiger, seit Januar 2024 Equity Partner, leitet die Fokusgruppe Regulatory und verantwortet die operative Führung der Kanzlei.
- Dr. Shigeo Yamaguchi – Mitgründer von ARQIS (2006), seit Gründungsjahr Equity Partner, leitet die Fokusgruppe Japan und übernimmt strategische sowie partnerschaftliche Aufgaben, vergleichbar mit einem Chairman.
Im Interview betonen beide die Bedeutung von Vertrauen, Verlässlichkeit und Respekt. Gebert sieht seine zentrale Aufgabe darin, die Zukunft der Kanzlei zu gestalten, KI-Einflüsse zu berücksichtigen und die „Next Gen 2030“ aufzubauen. Yamaguchi beschreibt seine Rolle als internen und externen Repräsentanten, der strategische Impulse gibt und als Sparringspartner für Gebert fungiert.
Größe und Struktur von ARQIS
ARQIS positioniert sich als mittelgroße Wirtschaftskanzlei mit einer klar definierten Partnerstruktur:
- Partner: 17
- Weitere Fee-Earners: ca. 60
- Mitarbeiter insgesamt: rund 200 (inkl. Support-Personal)
- Büros in Deutschland: Düsseldorf, München, Berlin (Talent Hub)
- Internationales Büro: Tokio
Die Zahlen aus Chambers bestätigen die Kernteamgröße von 77 Fachkräften (17 Partner + ca. 60 Fee-Earners) und ergänzen die Angabe von rund 200 Mitarbeitenden, was auf ein umfangreiches Support- und Verwaltungspersonal hinweist.
Vorherige Führung
Bis zum Jahreswechsel 2025 war Dr. Andrea Panzer-Heemeier Managing Partner. Sie baute ein starkes Business-Services-Team auf und war maßgeblich an HR-Law-Mandaten für Volkswagen beteiligt. Chambers nennt sie im 2026-Profil noch als Managing Partner – ein Hinweis darauf, dass Ranking-Updates zeitverzögert sein können.
Fokusgruppen als Think Tanks
ARQIS arbeitet mit sechs spezialisierten Fokusgruppen, die als interne Think Tanks für Mandantenstrategien dienen:
- Transactions
- HR.Law
- Japan
- Tech.Law
- Risk
- Regulatory
Gebert leitet die Gruppe Regulatory, Yamaguchi die Gruppe Japan. Die Fokusgruppen unterstützen die Kanzlei dabei, branchenspezifische Trends zu antizipieren und maßgeschneiderte Lösungen zu entwickeln.
Aktuelle Mandanten-tätigkeiten und Erfolge
Die neue Führungsspitze übernimmt ein aktives Mandatsportfolio:
- Fusion EITCO/edoc (2026): ARQIS beriet die beteiligten Unternehmen. Die nach der Fusion entstandene Gesellschaft umfasst 370 Mitarbeitende und betreut über 800 Kunden.
- Employment-Mandate für Volkswagen: Weiterhin aktiv im Bereich Arbeitsrecht, insbesondere bei Betriebsratsvergütungen.
- Japan Desk: Kooperation mit TMI Associates, regelmäßige Seminare in Japan und Secondments von Managing Associates nach Tokio.
Diese Mandate zeigen, dass trotz des Führungswechsels die operative Kontinuität und internationale Relevanz erhalten bleiben.
Strategische Ausrichtung und Zukunftsvisionen
Gebert und Yamaguchi haben klare Schwerpunkte für die kommenden vier Jahre definiert:
- KI-Integration: Analyse der Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf den Rechtsmarkt und interne Prozesse.
- Next Gen 2030: Aufbau einer neuen Generation von Juristen, die sowohl fachlich als auch digital kompetent ist.
- Werteorientierte Führung: Transparente Entscheidungen, klare Strukturen und Förderung von Team-Handlungsspielräumen.
- Internationale Präsenz: Weiterer Ausbau des Japan Desks, Innovation Day mit Fokus auf Japan und enge Zusammenarbeit mit TMI Associates.
Beide Partner betonen, dass ihr Alltag von Flexibilität und spontanen Herausforderungen geprägt ist – ein Zeichen für die dynamische Kultur bei ARQIS.
FAQ zu ARQIS
Wie viele Fokusgruppen hat ARQIS?Sechs: Transactions, HR.Law, Japan, Tech.Law, Risk und Regulatory.Wo befinden sich die ARQIS-Büros?Deutschland: Düsseldorf, München, Berlin (Talent Hub); international: Tokio.Wer war der vorherige Managing Partner?Dr. Andrea Panzer-Heemeier, die das Business-Services-Team ausbaute.
Risiken und Gegenargumente
Einige Quellen weisen auf mögliche Unstimmigkeiten hin:
- Chambers nennt Dr. Andrea Panzer-Heemeier weiterhin als Managing Partner für das Jahr 2026, obwohl die aktuelle Berichterstattung Gebert als neuen Managing Partner benennt. Das kann auf verzögerte Ranking-Updates zurückzuführen sein.
- Die Angabe von „200 Mitarbeitenden“ weicht von den 17 Partnern + ca. 60 Fee-Earners (insgesamt ca. 77 Fachkräfte) ab. Die Differenz lässt sich durch das zusätzliche Support-Personal erklären.
Leser sollten die offizielle ARQIS-Website prüfen, um die aktuelle Hierarchie zu verifizieren.
Fazit
Die Ernennung von Dr. Friedrich Gebert und Dr. Shigeo Yamaguchi zur Führungsspitze von ARQIS markiert einen bedeutenden Schritt für die Kanzlei. Mit einer klaren Partnerstruktur, sechs spezialisierten Fokusgruppen und einer internationalen Präsenz in Tokio bleibt ARQIS ein wettbewerbsfähiger Akteur im deutschen Rechtsmarkt. Die Kombination aus langjähriger Gründungserfahrung und frischer, equity-partner-basierten Perspektive schafft ein Fundament für Innovationen – insbesondere im Bereich KI und Nachwuchsförderung. Trotz kleinerer Diskrepanzen in externen Quellen bestätigt das interne Profil von ARQIS die Kontinuität in Mandatsarbeit und die strategische Ausrichtung auf die nächsten vier Jahre.


